Das kleine Fürstentum Liechtenstein zwischen der Schweiz und Österreich ist Opfer eines umfangreichen Cyberangriffs geworden. Die Datenkopien von rund 31.000 Rechtsträgern seien abgegriffen worden, teilte die Regierung mit. Sie habe einen Krisenstab unter der Leitung von Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister Emanuel Schädler einberufen.
Durch den Angriff sei der Schutz personenbezogener Daten verletzt worden, hieß es. Angegriffen wurde das „Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen“. Darin sind Namen und andere Details von Personen hinterlegt, die hinter Firmen, Stiftungen oder Treuhänderschaften stehen. Die Regierung führt dieses Verzeichnis nach eigenen Angaben, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern.
Reiches, kleines Land
Das Fürstentum mit rund 41.000 Einwohnern gehört gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den reichsten Ländern der Welt. Mit nur 160 Quadratkilometern ist es in etwa so groß wie Wuppertal und damit eines der kleinsten Länder der Welt. Einer der erfolgreichsten Wirtschaftszweige sind Finanz- und Bankendienstleistungen. Vor vielen Jahren haben vor allem Europäer dort Stiftungen und Konten zur Steuerhinterziehung missbraucht. 2016 wurde das Bankgeheimnis in Steuerangelegenheiten aber aufgehoben.
(cku)












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