Christiane Nüsslein-Volhard: Nobelpreisträgerin hatte »in Bio nur eine Zwei«

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Deutschlands erste und bislang einzige Wissenschaftlerin, die einen Nobelpreis in Medizin erhielt, ist mit ihrem Abschneiden bei der Abiturprüfung im Fach Biologie nicht wirklich zufrieden. »Ach, da war ich nicht so besonders gut. Ich habe halt nur eine Zwei gekriegt, obwohl ich eigentlich so viel gemacht hatte im Unterricht, dass ich fand, ich hätte eine Eins verdient«, sagte Christiane Nüsslein-Volhard, 83, dem Bayerischen Rundfunk.

Mit dem Fach Biologie startet heute der erste Jahrgang des neuen neunjährigen Gymnasiums (G9) in Bayern in die Abiturprüfungen. Nach Ansicht der Biochemikerin werden naturwissenschaftliche Fächer zu wenig wertgeschätzt. »Das war schon immer so, dass das von der Gesellschaft aus nicht besonders hochwertig angesehen wird.«

Bei Autos kennen sich Kinder aus, bei Pflanzen nicht

Es sei Tradition in Deutschland, »dass man eigentlich eher auf die geisteswissenschaftlichen Fertigkeiten der Leute hinweist, dass sie Latein können oder Griechisch, aber in Mathe haben sie dann gerne eine Fünf«, sagte die emeritierte Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Diese Haltung beginne ihrer Einschätzung nach früh: »Auch bei Kindern zählt es ja viel mehr, wenn die die Autos unterscheiden können, aber die Pflanzen im Vorgarten, die können sie nicht auseinanderhalten.«

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