Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier befürwortet einen Politik-Profi als Nachfolgerin oder Nachfolger in seinem Amt. Das sagte er im „ARD Interview der Woche“. Als Begründung verwies Steinmeier auf die schwierige Regierungsbildung 2017. Damals hatte die SPD zunächst eine Regierungsbeteiligung ausgeschlossen und die Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP scheiterten. Steinmeier bestellte daher alle Parteien ins Schloss Bellevue ein und forderte sie auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, um Neuwahlen zu verhindern. Schließlich einigten sich CDU, CSU und SPD auf eine große Koalition.
„Ich befürchte, dass ähnlich schwierige Regierungsbildungen in der Zukunft auch auf uns zukommen“, sagte Steinmeier in der ARD. Deshalb befürworte er eine Wahl, bei der jemand Berücksichtigung finde, „der Kontakte und Gesprächsmöglichkeiten in die Parteien hinein hat, um solche Krisen bei der Regierungsbildung auch überwinden zu helfen“. Steinmeier sagte weiter, er gehe davon aus, dass wahrscheinlich eine Frau zu seiner Nachfolgerin an der Staatsspitze gewählt werden wird. Seine Amtszeit endet im kommenden Jahr.











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