Brasilien: Lula verurteilt Vorgehen der USA gegen Botschafterin
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Die Spannungen zwischen Brasilien und den USA nehmen weiter zu. Den Entzug des US-Visums für Brasiliens Botschafterin nennt Präsident Lula »verantwortungslos«.
Ein diplomatischer Kleinkrieg um Visa bringt Brasilien und die USA auf Kollisionskurs. Lula attackiert den Entzug des US-Visums für Botschafterin Maria Luiza Ribeiro Viotti als verantwortungslos und schlecht kalkuliert, betont aber zugleich, dass sie nicht ausgewiesen werde, sondern bei einer Ausreise nur durch den bürokratischen Re-Entry-Fleischwolf müsste. Washington wiederum verkauft den Schritt als verspätete Retourkutsche, nachdem Brasilien zwei US-Diplomaten die Einreise verweigert und aus Sicht der Trump-Administration auch noch den Botschafter-Approval auf die lange Bank geschoben hatte. Im Hintergrund läuft jedoch der eigentliche Plot: US-Beamte wollten vor der Präsidentschaftswahl im Oktober nach Brasilien reisen, Brasília witterte darin einen Versuch, das Wahlsystem zu delegitimieren – ein Stoff, aus dem sonst nur besonders schrille News-Zyklen und geopolitische Podcasts gemacht sind. So wird aus einem konsularischen Detail ein politisches Sittengemälde über Wahlkampf, Einflusszonen und die auffällig enge Achse zwischen der Familie Bolsonaro und einer US-Regierung, die Lula mit demonstrativer Skepsis begegnet.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat den Entzug des US-Visums für Brasiliens Botschafterin Maria Luiza Ribeiro Viotti kritisiert. Er nannte die Entscheidung der Regierung von US-Präsident Donald Trump »verantwortungslos« und »schlecht überlegt«. Ribeiro Viotti werde zwar nicht aus den USA ausgewiesen. Sollte sie das Land jedoch verlassen, müsse sie erneut ein Visum beantragen, sagte Lula in einem Interview.
Die US-Regierung hatte Viottis Visum als Reaktion auf die Verweigerung von Einreisevisa für zwei US-Diplomaten durch Brasilien widerrufen. Aus US-Regierungskreisen verlautete, der Schritt sei mehrfach aufgeschoben worden, um Brasilien die Möglichkeit zu geben, einzulenken. Dies sei jedoch nicht geschehen. Zudem warf die US-Regierung Brasilien vor, die Zustimmung zur
Ernennung von Trumps Botschafterkandidaten für Brasília zu verzögern.
Die US-Beamten wollten Brasilien vor den geplanten Präsidentenwahlen im Oktober besuchen. Die brasilianische Regierung teilte mit, der Besuch habe darauf abgezielt, das brasilianische Wahlsystem zu untergraben.
Bei der Wahl am 4. Oktober tritt Lula gegen Senator Flávio Bolsonaro an, den Sohn von Ex-Präsident Jair Bolsonaro. Die Familie Bolsonaro unterhält enge Beziehungen zur US-Regierung, die dem linken Politiker Lula und seiner Politik kritisch gegenübersteht.