Brand in Umspannwerk: Ermittler gehen von Anschlag aus

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Nach einem Feuer in einem Umspannwerk in Reutlingen und dem daraus folgenden großflächigen Stromausfall hat sich der Verdacht auf Brandstiftung erhärtet. Davon gehe man inzwischen vor dem Hintergrund der bisherigen vorläufigen Ermittlungsergebnisse aus, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am Dienstagnachmittag mit. Ein oder mehrere noch unbekannte Täter seien nach derzeitigem Stand auf das Gelände eingedrungen, um an mehreren Stellen Brände zu legen. Dabei soll Brandbeschleuniger verwendet worden sein. Die Ermittler bitten alle, die in der Nähe des Umspannwerks verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben, sich zu melden. Der Brand im Umspannwerk Reutlingen-West war in der Nacht zum Montag ausgebrochen. In der Folge fiel das Umspannwerk aus, eine weitere Anlage wurde in Mitleidenschaft gezogen. Zeitweise waren dadurch Zehntausende Menschen ohne Strom, auch ein Krankenhaus sowie Industrie- und Gewerbekunden in der 120 000-Einwohner-Stadt waren betroffen. Der Schaden zur Reparatur der Anlage dürfte sich früheren Angaben zufolge auf mehrere Millionen Euro summieren. Schnell hatten sich Hinweise auf mögliche Brandstiftung verdichtet, nachdem ein mutmaßlicher Brandbeschleuniger gesichert worden war. Wer hinter der Attacke stehen könnte, ist unklar. Ein Bekennerschreiben gibt es nicht.  Der Vorfall erinnert an zwei mutmaßlich von Linksextremisten begangene Brandanschläge auf die Stromversorgung in Berlin. Nach dem ersten Anschlag am 9. September 2025 auf zwei Strommasten waren zeitweise rund 50 000 Privathaushalte und rund 2000 Gewerbebetriebe ohne Strom. Der Ausfall dauerte rund 60 Stunden. Beim zweiten Anschlag am 3. Januar wurden 15 Kabel auf einer Kabelbrücke zerstört. Erst am 7. Januar war die Stromversorgung wieder flächendeckend hergestellt.

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