»Die Wachstumsdynamik der deutschen Wirtschaft vom Jahresbeginn setzt sich fort«, sagte die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand. Das gehe erneut »auf die gute Exportentwicklung zurück«. Europas größte Volkswirtschaft wuchs dadurch bereits das dritte Quartal in Folge: Ende 2025 reichte es zu einem Wachstum von 0,3 Prozent, in den ersten drei Monaten 2026 zu 0,4 Prozent.
Im Frühjahr wurden insgesamt 2,0 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als in den ersten drei Monaten. In Ausrüstungen – also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – wurde deutlich weniger investiert als noch im Vorquartal (-1,4 Prozent). Die Bauinvestitionen stiegen zwar mit 0,1 Prozent leicht. Ein stärkerer Anstieg nach dem – auch wegen ungewöhnlich kalter Witterung – schwachen Jahresbeginn blieb jedoch aus. Die Konsumausgaben entwickelten sich im zweiten Quartal verhalten (+0,1 Prozent). Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit jeweils 0,1 Prozent zum Vorquartal nur leicht.
Viele positive Konjunkturdaten
Auch viele weitere Konjunkturdaten wiesen im Sommer trotz der anhaltend hohen Ölpreise infolge des Irankriegs nach oben. So kletterte der Einkaufsmanagerindex für das deutsche Verarbeitende Gewerbe im August auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren. Nicht zuletzt dank der besseren Lage der Industrie, die unter anderem von staatlichen Großaufträgen für Infrastruktur und Verteidigung profitiert, haben sich die Konjunkturaussichten aufgehellt. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) verdoppelte seine Wachstumsprognose für das deutsche Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr von 0,5 auf 1,0 Prozent.

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