Australian Open 2026: Mit Laura Siegemund scheidet die letzte deutsche Tennisspielerin aus

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Laura Siegemund hat bei den Australian Open den Einzug in die dritte Runde verpasst. Die 37-Jährige unterlag in Melbourne der australischen Qualifikantin Maddison Inglis 4:6, 7:6 (7:3), 6:7 (7:10) und schied damit beim ersten Grand-Slam-Turnier der Tennissaison als letzte verbliebene deutsche Spielerin aus. Zuvor hatten Eva Lys, Tatjana Maria und Ella Seidel allesamt bereits in der ersten Runde verloren. Siegemund musste sich nach 3:20 Stunden geschlagen geben. Zum Auftakt war ihr noch ein spektakulärer Comeback-Erfolg gelungen.

»Gegen Australier ist es nicht schön. Es ist schwierig, weil die Fans wirklich gigantisch sind«, hatte Siegemund schon vor dem Match gesagt. Bei windigen Bedingungen tat sie sich gegen die Nummer 168 der Welt von Beginn an sehr schwer. Beide Spielerinnen hatten große Probleme, ihren Aufschlag durchzubringen. Siegemund musste im ersten Satz gleich dreimal ihr Service abgeben, nach 59 Minuten holte sich die Australierin unter dem Jubel ihrer Landsleute den ersten Durchgang.

Im zweiten Satz zog Siegemund auf 5:2 davon, leistete sich danach aber wieder zu viele einfache Fehler. So fand Inglis ins Spiel zurück und wehrte beim Stand von 4:5 aus ihrer Sicht sogar einen Satzball von Siegemund ab. Die Nummer 48 der Welt holte sich den Satz dann nach 2:09 Stunden im Tiebreak.

Im Entscheidungssatz schaffte sie ein schnelles Break und schlug beim Stand von 5:4 zum Matchgewinn auf. Doch dann bekam es die Deutsche trotz aller Erfahrung mit den Nerven zu tun, brachte ihren Aufschlag nicht durch und schied schließlich völlig unnötigerweise aus.

Djokovic mühelos weiter

Novak Djokovic hatte hingegen mit seinem Gegner keine Mühe. Der Rekord-Grand-Slam-Champion gewann gegen den italienischen Qualifikanten Francesco Maestrelli 6:3, 6:2, 6:2 und wurde dabei zu keiner Zeit ernsthaft gefordert. Der 38-Jährige, der das erste Highlight-Turnier der Tennis-Saison bereits zehnmal gewinnen konnte, benötigte in der Rod Laver Arena nur 2:15 Stunden für seinen Erfolg.

Djokovic fehlt damit nur noch ein Erfolg, um zu Rekordhalter Roger Federer (102 Siege) aufzuschließen. Mit einem Sieg in der dritten Runde würde der Altstar aber nicht nur mit dem Schweizer gleichziehen, er würde auch seinen eigenen Rekord auf 400 Siege bei Grand-Slam-Matches ausbauen.

Titelverteidigerin Keys wackelt

Die US-Amerikanerin Madison Keys hat trotz einer Schwächephase die dritte Runde erreicht. Beim 6:1, 7:5 über ihre Landsfrau Ashlyn Krueger holte die 30-Jährige im zweiten Satz einen 2:5-Rückstand auf.

»Ich habe sehr gut angefangen und Ash hat etwas geschwächelt«, sagte Keys, die ihre Saison mit Viertelfinalniederlagen in Brisbane und Adelaide begonnen hatte: »Ich habe fest damit gerechnet, dass sie ihr Niveau steigern würde, und das hat sie auch getan.« Schon in der ersten Runde war es bei Keys nicht über die komplette Spielzeit rund gelaufen – gegen Oleksandra Olijnykowa musste sie zwei Satzbälle abwehren.

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