Ein Ende ist nicht absehbar. Gunter Deuber, Chefökonom von Raiffeisen Research, erwartet, dass die Rendite für zehnjährige US-Bonds im Laufe des Jahres mindestens auf fünf Prozent steigt. Noch, sagt Deuber, hielten sich institutionelle Investoren aus Angst vor Kursverlusten mit Käufen zurück. Jenseits der fünf Prozent könne es aber zu einer Nachfragewelle kommen, sagt Deuber. Auch Kapitalmarktstratege Preißler erwartet ab nächstem Jahr Gegenwind. „Irgendwann schmiert die Konjunktur ab und Unternehmen können sich die hohen Finanzierungszinsen nicht mehr leisten.“ Das US-Finanzministerium agiert schon jetzt zunehmend wie eine Investmentbank und refinanziert die Schulden maßgeblich über kurz laufende Staatsanleihen, sogenannte T-Bills. Das mindert zwar die Zinsausgaben, ist aber riskant. Kurzfristige Schulden werden schneller fällig und müssen dann zu womöglich höheren Zinsen refinanziert werden.

vor 3 Tage
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