AMDs neues AM5-Topmodell kostet 910 Euro

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AMD stellt sein neues Prozessortopmodell für die Plattform AM5 vor. Am morgigen 22. April 2026 erscheint der Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition um voraussichtlich 15:00 Uhr im Handel. Bis dahin kommt auch ein Test zur CPU online.

Alle verbliebenen Informationen gibt es jetzt einen Tag vorher. Damit nennt AMD jetzt auch die offizielle Preisempfehlung für Europa: 910 Euro kostet der 16-Kern-Prozessor.

Der bisherige Ryzen 9 9950X3D hat eine Preisempfehlung von 769 Euro, ist im Handel aber bereits deutlich günstiger erhältlich (ab 643 €). Zum Start müssen Interessierte für den Ryzen 9 9950X3D2 folglich gut 40 Prozent Aufpreis zahlen.

Dafür bekommen Käufer 64 MByte zusätzlichen Level-3-Cache: AMD stattet beim Ryzen 9 9950X3D2 beide Compute-Chiplets mit einem gestapelten Cache-Die aus. So kommt der Prozessor auf 192 MByte Level-3-Cache. Beim bisherigen Ryzen 9 9950X3D hatte nur eins der zwei Compute-Chiplets ein solches Cache-Die für insgesamt 128 MByte Level-3-Cache. Beim Ryzen 9 9950X3D2 muss der Windows-Scheduler nicht mehr entscheiden, ob eine Anwendung oder ein Spiel auf dem Chiplet mit Extra-Cache oder auf dem mit höheren Taktfrequenzen läuft.

Seit der Vorstellung früherer X3D-Prozessoren hat AMD die Hitzeentwicklung und damit die Taktfrequenzen der gestapelten Dies in den Griff bekommen. Der Ryzen 9 9950X3D2 büßt lediglich 100 MHz Turbo-Takt ein, kommt also auf 5,6 statt 5,7 GHz wie die CPU-Kerne ohne Extra-Cache im Ryzen 9 9950X3D. Allerdings steigt auch die elektrische Leistungsaufnahme: AMD erhöht die Thermal Design Power (TDP) von 170 auf 200 Watt. Das reale Limit (Package Power Tracking, PPT) liegt noch etwas darüber.

Die angehobenen Preise des neuen Ryzen 9 9950X3D2 und auch schon beim zuvor vorgestellte Ryzen 7 9850X3D untermauern, wo die Reise preislich bei Prozessoren hingeht. Gerüchte über Preissteigerungen bei bereits erhältlichen CPUs gibt es seit Monaten.

Die Preissteigerungen sind auch eine Folge des KI-Booms: Sowohl AMD als auch Intel konzentrieren sich auf margenträchtige Serverprozessoren für KI-Rechenzentren. Dadurch bleibt weniger Kapazität für Desktop-PCs und Notebooks übrig.

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(mma)

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