Der Hip-Hop-Künstler und DJ Afrika Bambaataa ist nach Angaben seines ehemaligen Plattenlabels im Alter von 68 Jahren gestorben. »Mit seinem Tod denken wir über seine Beiträge zum Genre und zur breiteren Kultur nach, die bis heute nachwirken«, erklärte Tommy Boy Records am Donnerstag im Onlinedienst Instagram . Der Rapper war weltweit vor allem für seinen Hit »Planet Rock« aus dem Jahr 1982 bekannt.
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Das Promi-Portal »TMZ« berichtete , Bambaataa sei am Donnerstag im US-Bundesstaat Pennsylvania an Komplikationen im Zusammenhang mit Krebs gestorben. Die »New York Times« zitierte einen Facebook-Post seines Universal-Zulu-Nation-Weggefährten Mickey Bentson, wonach der Musiker friedlich eingeschlafen sei.
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Afrika Bambaataa wurde 1957 als Lance Taylor in einem Sozialbauviertel im New Yorker Stadtteil Bronx geboren. Zunächst Mitglied der Straßenbande The Black Spades, gewann er bei einem Aufsatzwettbewerb eine Reise nach Afrika, nach der er eine Organisation gründete, um friedliche Werte zu vermitteln. Aus ihr wurde die Universal Zulu Nation, eine lose, später international verknüpfte Verbindung gleich gesinnter Freunde der Hip-Hop-Kultur.
Diese brachte Afrika Bambaataa ab 1976 durch die Veranstaltung von Blockpartys voran. Inspiriert von DJ Kool Herc, oft als Vater des Hip-Hop bezeichnet, weitete Bambaataa früh die musikalische Basis des entstehenden Stils aus, in dem er sich neben Funk und Soul auch von elektronischer Musik inspirieren ließ. »Andere DJs spielten gute Platten 15, 20 Minuten lang. Wir haben unsere alle ein bis zwei Minuten gewechselt. Für mich durfte kein Breakbeat länger laufen.«
Als Musterbeispiel für Afrika Bambaataas diversen Geschmack kann sein größter kommerzieller Erfolg gelten, »Planet Rock«. Für den Track verwendete er Samples von Babe Ruth, B.T. Express, Captain Sky, Rick James und von zwei Kraftwerk-Songs: »Trans-Europa Express« und »Numbers«.
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Mit diesem Hit, der 1982 in den USA wie in Großbritannien in die Charts ging, als dies für Rap-Platten noch längst keine Selbstverständlichkeit war, wuchs sein Einfluss auf Electro-Funk und folgende Hip-Hop-Untergenres. Er brachte ihm den Beinamen »Godfather of Hip Hop« (»Pate des Hip-Hop«) ein.
Auch in Deutschland hatte Afrika Bambaataa Einfluss auf die Musikszene. Der DJ und Produzent Westbam wählte seinen Künstlernamen (kurz für »Westfalia Bambaataa«) als Hommage an den New Yorker. Der deutsche Rap-Pionier Torch von der Gruppe Advanced Chemistry lernte Bambaataa schon 1985 kennen und war Mitglied der Zulu Nation.
Weggefährten drückten ihre Trauer über den Tod des Hip-Hop-Urgesteins aus. »Als Gründer der Universal Zulu Nation half Afrika Bambaataa dabei, die frühe Identität des Hip-Hop als globale Bewegung zu prägen, die in Frieden, Einheit, Liebe und Spaß verwurzelt ist«, erklärte der Musiker Kurtis Blow, der die Arbeitsrechtsorganisation The Hip Hop Alliance leitet. »Seine Vision verwandelte die Bronx in den Geburtsort einer Kultur, die heute jeden Winkel der Welt erreicht.« Bambaataas Einfluss auf die Geschichte des Hip-Hop sei »unumstößlich«.
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Zugleich erkannte Blow an, dass der verstorbene Künstler nicht unumstritten war. Bambaataas »Vermächtnis ist komplex und war Gegenstand ernsthafter Diskussionen innerhalb unserer Gemeinschaft«.
Bambaataa 2011 bei einem DJ-Set im Grammy Museum
Foto: Rebecca Sapp / WireImageAfrika Bambaataa waren von 2016 an sexuelle Übergriffe vorgeworfen worden. Die Betroffenen gaben an, zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Vorfälle in den Achtziger- und Neunzigerjahren minderjährig gewesen zu sein. Bambaataa bestritt die Vorwürfe und wurde nie strafrechtlich verurteilt.
Die Universal Zulu Nation entschuldigte sich allerdings im Juni 2016 öffentlich bei den Opfern und distanzierte sich von ihrem Gründer. Im Jahr 2025 verlor Bambaataa einen Zivilprozess wegen Missbrauchs, nachdem er nicht vor Gericht erschienen war.

vor 2 Stunden
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