Mychajlo Fedorow betritt an diesem Donnerstagmittag eine Bühne in der Tiefgarage eines Kyjiwer Hotels. Immer wieder hat er in seinen fünf Monaten als Verteidigungsminister hier Pressekonferenzen gegeben. Die Räumlichkeiten sehen so aus, wie sie dabei oft aussahen, ganz nach seinem Geschmack: Wie bei einer Messe stehen neueste Drohnenmodelle herum, futuristisch in grünes und blaues Neonlicht getaucht. Auf zahlreichen Bildschirmen laufen Aufzeichnungen von der Front. Ukrainische Drohnen stürzen sich da in Dauerschleife auf russische Drohnen, russische Unterstände, russische Radarsysteme, russische Schiffe. Auch Fedorow selbst sieht so aus, wie er am liebsten aussieht: Jeans, T-Shirt, das Mikrofon locker in der Hand. Der 35-Jährige lächelt die Journalisten, die Abgeordneten, die prominenten Militärs an, die sich hier kurzfristig versammelt haben – vermeintlich, um seine Abschiedsworte zu hören. Aber schnell wird klar, dass Fedorow nicht gekommen ist, um zu gehen. Er will kämpfen.

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