Abnehmspritzen: Stiftung Warentest hält nur zwei Wirkstoffe für geeignet

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Die Stiftung Warentest empfiehlt lediglich zwei von vier zugelassenen Wirkstoffen von Abnehmspritzen. In einem Test hätten sich die beiden Präparate, die unter den Namen Mounjaro und Wegovy erhältlich seien, als geeignet herausgestellt, teilt die Stiftung in einer Pressemitteilung mit. Von den anderen beiden getesteten Wirkstoffen rate sie ab.

Stiftung Warentest untersuchte  alle in Deutschland zugelassenen Arzneimittel zur Gewichtsreduktion in sämtlichen Dosierungen, insgesamt 17 Präparate. Darunter waren drei rezeptpflichtige Abnehmspritzen sowie Orlistat-Kapseln in rezeptpflichtiger und rezeptfreier Form. Die Fachleute werteten Metaanalysen, evidenzbasierte Leitlinien und Studien aus und prüften Wirksamkeit, Risiken, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen.

Ebenfalls geeignet ist laut Stiftung Warentest der Wirkstoff Semaglutid. Er wird als wöchentliche Spritze unter dem Markennamen Wegovy vertrieben. Nach einem Jahr könnten 9 bis 12 Prozent Gewichtsverlust erreicht werden, der nach zwei Jahren weitgehend stabil bleibe, so die Warentester.

Gewicht steigt häufig wieder an

Beide Wirkstoffe ahmen körpereigene Hormone nach. Sie signalisieren dem Körper Sättigung, verlangsamen die Magenentleerung und senken den Blutzuckerspiegel. Allerdings würden beide Produkte tief in den Stoffwechsel angreifen, führt die Stiftung Warentest an. Da sie erst seit wenigen Jahren auf dem Markt seien, seien Langzeitwirkungen über mehr als zwei bis drei Jahre weitgehend unbekannt. Zudem steige nach dem Absetzen das Gewicht häufig wieder an.

Der Wirkstoff Liraglutid, erhältlich unter dem Namen Saxenda, erreicht nach einem Jahr lediglich 4 bis 5 Prozent Gewichtsverlust. Schwere Nebenwirkungen und Therapieabbrüche träten zudem häufiger auf als bei einem Placebo. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis bewertet die Stiftung als ungünstig. Ebenfalls wenig geeignet sei Orlistat, weder in der rezeptpflichtigen 120-mg-Variante noch der rezeptfreien 60-mg-Variante. Der Fettblocker führe erst nach zwei Jahren zu einer Gewichtsabnahme von lediglich 2 bis 4 Prozent.

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